Wir freuen uns in Zusammenarbeit mit den Professoren der Tsuda Universität, Atsuko Hayakawa und Yasuko Suga Ihnen den Fotografen Kei Ogata zu präsentieren, der 1977 nach New York City ging, um bei dem international bekannten Fotografen Albert Watson in dessen Studio als Mitarbeiter tätig zu sein. Bereits drei Jahre später im Jahr 1980 gründete Kei Ogata sein eigenes Studio in New York City. Er arbeitete mit seinem Studio für die Werbung und Presse, unter anderem für Harper’s Bazaar Magazin, Vogue and GQ Magazin.
Nach seiner Rückkehr 1990 nach Japan arbeitet er seitdem schwerpunktmäßig als Werbefotograf, aber seine eigentliche Berufung als Fotograf hat ihn nie losgelassen.
Kei Ogata über sich und seine Berufung als Fotograf:
„Als ich noch studierte, habe ich bei einem Fernsehsender als Aushilfskraft gearbeitet. Dabei bekam ich die Gelegenheit, beim Interview für die Gedenkzeremonie der Atombombenabwürfe mitzuarbeiten. Unter dem Eindruck der vielen Pressefotografen aus aller Welt erkannte ich intuitiv, dass man durch die Arbeit als Fotograf die Wahrheit vermitteln kann. Danach versuchte ich, im Vietnam-Krieg mitzukämpfen, was ohne persönliche Verbindung sehr schwierig war. Als der Vietnam-Krieg zu Ende ging, entschloss ich mich in die USA (NY) zu gehen, um Fotografie zu studieren. Der Zufall hat mich zur Werbe-Branche geführt. Aber der Gedanke, für die Gesellschaft und für die Welt zu fotografieren, ließ mich nicht los. Seit etwa 1987 fotografiere ich politische Flüchtlinge als Porträt, im Jahr 2011 die Erdbeben-Katastrophe in Ostjapan und erstelle Fotosammlungen von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern.“
Anlässlich der Eröffnung seiner Ausstellung „Hiroshima“ am 29. August 2026, um 14 Uhr in Schloss Mitsuko gibt es einen besonderen Event mit mehreren Teilen und Beiträgen, dessen Programm wir auch in Kürze veröffentlichen werden.
Zu seiner Motivation fotografisch über Hiroshima zu arbeiten, schreibt Kei Ogata:
„Im letzten Jahr bin ich nach langer Zeit in meine Heimat Hiroshima zurückgekehrt. Beim Besuch des Friedensmuseums sah ich junge Leute aus aller Welt, die ernsthaft und konzentriert die Ausstellungsstücke betrachteten. Sie gaben mir Hoffnung und ich entschloss mich, als Person, die durch die Friedenszeremonie in Hiroshima inspiriert wurde, Fotograf zu werden, der Welt die entsetzliche Auswirkung der Atombombe zu vermitteln. Unter den heutigen unvorstellbaren Ereignissen auf der Welt, wie dem Krieg zwischen der Ukraine und Russland, dem Konflikt zwischen Palästina und Israel und der Erweiterung/Aufstockung der atomar bestückbaren Waffen in China möchte ich gegen die furchtbaren Auswirkungen von Atomwaffen appellieren. Diese Fotosammlung und -ausstellung entstand in der Hoffnung, die Dringlichkeit von Frieden durch Fotografie von Erinnerungsstücken und Opfern zu vermitteln und sichtbar zu machen.“
Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns in dieser besonderen Ausstellung.